Wie Du eine SIM auf eine eSIM Umziehst

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Eine Hand hält zwei Handys nebeneinander.
Ein Umzug verschiebt die Leitung von einem dieser Geräte auf das andere. Kopiert wird dabei nichts: Das alte Handy verliert das Profil in dem Moment, in dem das neue es bekommt.

Unter demselben Wort laufen zwei ganz verschiedene Vorgänge: die vorhandene physische SIM-Karte auf demselben Handy in eine eSIM umwandeln, und eine eSIM auf ein neues Handy umziehen. Beides funktioniert anders und geht anders schief. Es lohnt sich also zu wissen, welcher der beiden bei dir gerade ansteht.

Von der Plastikkarte zur eSIM

Darüber entscheidet dein Netzbetreiber, nicht dein Handy. Das Gerät kann es ohnehin. Ob die Umwandlung angeboten wird und ob sie etwas kostet, ist von Netzbetreiber zu Netzbetreiber verschieden. Frag deshalb zuerst dort nach: Die meisten großen Netzbetreiber erledigen das inzwischen kostenlos in ihrer eigenen App.

  1. Kläre mit deinem Netzbetreiber, ob er die Umwandlung auf eSIM unterstützt und ob dafür eine Gebühr anfällt.
  2. Sieh auf dem iPhone unter Einstellungen, Mobilfunk nach, ob dort ein Eintrag zum Umwandeln der physischen SIM-Karte in eine eSIM auftaucht. Steht er da, unterstützt dein Netzbetreiber das Verfahren, und die Umwandlung passiert direkt auf dem Gerät. Android kennt dasselbe unter anderem Namen: Google beschreibt das Umwandeln in eine eSIM auf dem Pixel, zu finden unter Einstellungen, Netzwerk und Internet, SIMs und beschränkt auf das Pixel 7 und neuere Modelle.
  3. Sonst stellt dein Netzbetreiber einen QR-Code aus, meist in seiner App oder per E-Mail. Den richtest du ein wie jede andere eSIM auch.
  4. Sobald die eSIM aktiv ist, hört die physische SIM-Karte auf zu funktionieren. Bewahre die Karte auf, bis du Anrufe, SMS und Daten einmal geprüft hast.

Der eigentliche Gewinn dabei: Die Schublade wird frei für eine zweite Leitung, und deine Rufnummer bleibt, wo sie ist. Praktisch ist das, wenn du unterwegs eine lokale Karte einlegen willst. Dasselbe erreichst du allerdings mit einer Reise-eSIM neben deiner bestehenden SIM-Karte, ohne deine Hauptleitung überhaupt anzufassen.

Umzug auf ein neues Handy

Ein Profil wird für genau einen Chip ausgestellt, kopieren lässt es sich deshalb nicht. Es bleiben drei Wege, und den neuesten davon gab es vor einem Jahr noch nicht.

Direkt von Gerät zu Gerät, wo es geht

Neuere iPhones schieben eine eSIM des Netzbetreibers schon bei der Einrichtung per Bluetooth auf ein anderes iPhone. Apple verlangt dafür inzwischen iOS 18.4 oder neuer auf beiden Geräten, und beide müssen an demselben Apple Account angemeldet sein. Google bietet dasselbe für das Pixel, dort mit Android 12 oder neuer auf beiden Geräten. So oder so dauert der Umzug ein paar Minuten, und beide Handys müssen entsperrt vor dir liegen.

Zwischen iPhone und Android, wenn der Netzbetreiber mitspielt

Das ging lange gar nicht und geht jetzt. Mit iOS 26 kam der direkte Weg von Android auf das iPhone: Das iPhone zeigt einen QR-Code, das Android-Handy scannt ihn, du wählst die Rufnummer aus, und die Android-Leitung schaltet sich ab, während die iPhone-Leitung hochkommt. iOS 26.3 hat den Rückweg nachgeliefert: vom iPhone auf Android, über Einstellungen, Mobilfunk und den Eintrag zum Übertragen der eSIM. Beides hängt an deinem Netzbetreiber, und die Liste derer, die mitmachen, ist kurz.

Sonst: neu ausstellen lassen

Dein Netzbetreiber schaltet das alte Profil ab und stellt einen neuen QR-Code für das neue Handy aus. Gleiche Rufnummer, neues Profil. Bei den meisten Netzbetreibern ist das nach wie vor der übliche Weg, und deshalb lautet die Antwort auf die Frage „Kann ich den alten Code nicht einfach noch einmal scannen?“ schlicht nein.

Reise-eSIMs von unabhängigen Anbietern lassen sich meist überhaupt nicht umziehen. Frag nach, bevor du irgendetwas löschst: Die wenigsten stellen ein Profil neu aus, und ein Tarif mit Restvolumen bleibt dann einfach beim alten Handy zurück. Dieselbe Einschränkung steckt dahinter, dass sich das Löschen einer eSIM nicht rückgängig machen lässt.

Tarife, die den Vergleich lohnen

Aktuelle Preise der Anbieter, die wir beobachten. Bezahlte Platzierungen. Wir nennen sie so, weil sie es sind.

Wenn es hakt

  • Umgewandelt, aber kein Netz: zuerst das Handy neu starten. Bleibt es dabei, ist die Leitung beim Netzbetreiber noch nicht fertig freigeschaltet. Das liegt an seiner Seite, nicht an deiner.
  • Die Meldung „Mobilfunktarif kann nicht hinzugefügt werden“ heißt meist, dass der Code schon einmal benutzt wurde. Lass ihn beim Netzbetreiber neu ausstellen.
  • Die Rufnummer geht, die Daten nicht: Prüfe, ob wirklich die umgewandelte Leitung für mobile Daten ausgewählt ist und nicht eine alte, die noch in der Liste steht. Danach ist der Zugangspunkt, kurz APN an der Reihe.

Wenn es nur um die Reise geht

Dann musst du gar nichts umwandeln. Lass deine Heim-SIM genau so, wie sie ist, und richte daneben eine Reise-eSIM ein. Deine Rufnummer nimmt weiterhin Anrufe und SMS entgegen, die Daten trägt der Reisetarif. Tarife nach Reiseziel, sortiert nach Preis pro GB.

Häufige Fragen

Verliere ich beim Umwandeln auf eSIM meine Rufnummer?
Nein. Rufnummer und Vertrag bleiben dieselben, es ändert sich nur der Ort, an dem die Zugangsdaten liegen. Die physische Karte hört auf zu funktionieren, sobald die eSIM aktiv ist.
Kann ich meinen ursprünglichen QR-Code auf einem neuen Handy scannen?
So gut wie nie. Ein Profil installiert sich einmal und hängt danach an genau einem Chip. Du brauchst einen neuen Code vom Netzbetreiber oder vom Anbieter.
Lässt sich eine Reise-eSIM zwischen zwei Handys umziehen?
Meist nicht. Die wenigsten unabhängigen Anbieter stellen ein Profil neu aus, und das Restvolumen bleibt beim alten Gerät zurück. Frag nach, bevor du löschst.
Muss ich meine SIM-Karte vor der Reise umwandeln?
Nein. Eine Reise-eSIM neben der vorhandenen physischen SIM-Karte einzurichten ist einfacher und lässt deine Hauptleitung unangetastet.

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