Woher Kommt der QR-Code für eine eSIM?

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Eine Frau scannt auf einer Straße in Mexiko-Stadt mit ihrem Handy einen QR-Code.
Der QR-Code ist nur der Umschlag. Es zählt, was darin steckt: eine Adresse, ein Aktivierungscode und ein einziger Versuch.

Einen QR-Code für eine eSIM stellt nur aus, wer dir den Tarif verkauft. Er entsteht zu deiner konkreten Bestellung und kommt per E-Mail oder in der App des Anbieters. Selbst erzeugen kannst du ihn nicht, in einem Einstellungsmenü steht er nicht, und von dritter Seite bekommst du ihn auch nicht.

Bei einem Reisetarif ist das der Anbieter, bei dem du gekauft hast, bei deiner eigenen Rufnummer dein Netzbetreiber. Beide stellen den Code normalerweise wenige Minuten nach der Zahlung aus.

In welcher Form der Code ankommt

Die Zustellung ist von Anbieter zu Anbieter verschieden. Wenn du weißt, welche dieser Formen dich erwartet, sparst du dir viel Sucherei im Postfach:

  • Eine E-Mail mit dem Code als Bild, meist wenige Minuten nach dem Kauf.
  • Ein Code in der App des Anbieters, unter den Bestellungen oder unter einem Punkt wie „Meine eSIMs“. Das wird zunehmend der Normalfall und ist oft der einzige Ort, an dem er liegt.
  • Die SM-DP+-Adresse und der Aktivierungscode als Text, ganz ohne Bild. Diese beiden Angaben tragen alles, was ein Handy braucht, und es sind genau die Felder, die die GSMA-Spezifikation SGP.22 tatsächlich verlangt. Eine Textfassung richtet sich deshalb genauso ein.
  • Ein schlichter Link statt eines Codes. Ab iOS 17.4 öffnet er unmittelbar den Bildschirm, auf dem das Profil eingerichtet wird.
  • Gar nichts zum Scannen, weil der Kauf das Profil direkt aus der App einrichtet. Das kommt immer häufiger vor und ist völlig normal: Apple führt die Einrichtung aus der App des Netzbetreibers oder Anbieters als gleichrangigen Weg neben der Kamera.

Wenn nichts ankommt

Bevor du irgendwo nachfragst, lohnen sich drei Blicke. Damit klären sich die meisten Codes, die angeblich nie angekommen sind:

  1. Sieh im Spam-Ordner nach und in den Tabs für Werbung oder Updates. Bestellmails mit eingebettetem Bild landen dort regelmäßig.
  2. Prüfe, welche Adresse an der Kasse tatsächlich hinterlegt war, besonders wenn du über eine Wallet gezahlt hast, die eine Weiterleitungsadresse einsetzt.
  3. Öffne die App des Anbieters und schau unter den Bestellungen nach. Viele stellen den Code dort zuerst aus und schicken die E-Mail danach, manche gar nicht.

Bringt keiner der drei Blicke den Code hervor, liegt es meist nicht an einer verlorenen E-Mail, sondern an einer Zahlung, die noch geprüft wird. Der Support kann das in einer Nachricht bestätigen und den Code bei Bedarf neu ausstellen. Welche Wartezeit normal ist, solltest du wissen, bevor du hinterhertelefonierst.

Tarife, die den Vergleich lohnen

Aktuelle Preise der Anbieter, die wir beobachten. Bezahlte Platzierungen. Wir nennen sie so, weil sie es sind.

Einen Code für deine eigene Rufnummer

Eine bestehende Leitung auf eSIM umzustellen, erledigt der Netzbetreiber, nicht das Handy allein. Google schreibt es in seiner Pixel-Anleitung genauso: Hast du das Gerät nicht bei deinem Netzbetreiber gekauft, frag dort nach, ob eSIM überhaupt unterstützt wird. Die großen Netzbetreiber bieten den Wechsel inzwischen kostenlos in ihrer App an und stellen dabei einen QR-Code aus. Manche erledigen ihn auch direkt auf dem Gerät, ganz ohne Code.

Das ist etwas anderes, als einen Reisetarif neben der vorhandenen SIM einzurichten, und die beiden solltest du nicht verwechseln: Wenn du deine Hauptleitung umstellst, greifst du an die Nummer, auf die du angewiesen bist. Eine Reise-eSIM lässt sie unberührt.

Wer den Code hat, hat den Tarif

Der Code ist ein Inhaberpapier: Wer ihn zuerst einrichtet, bekommt den Tarif, und einlösen lässt er sich genau einmal.

Heb die E-Mail oder einen Screenshot auf, bis der Tarif eingerichtet ist und die Verbindung steht. Danach ist der Code verbraucht und darf weg.

Erst der Tarif, dann der Code

Wie ein Anbieter den Code zustellt, ist eine Kleinigkeit neben dem, was der Tarif kostet. Wissen solltest du vor dem Bezahlen trotzdem beides. Wir sortieren nach Preis pro GB, für jedes Reiseziel einzeln. Und wenn du vor dem Abflug einrichtest, bleibt Zeit für eine Neuausstellung, falls etwas schiefgeht.

Häufige Fragen

Wie komme ich an einen QR-Code für eine eSIM?
Nur bei dem, der dir den Tarif verkauft: einem Anbieter für Reisetarife oder deinem eigenen Netzbetreiber. Der Code wird zu deiner Bestellung erzeugt und lässt sich nirgendwo sonst herstellen.
Wie lange dauert es, bis der Code da ist?
Meist wenige Minuten. Dauert es länger, wird in der Regel noch die Zahlung geprüft, statt dass eine E-Mail verloren ging. Sieh also in der App des Anbieters nach, bevor du den Code für verschollen hältst.
Zu meinem Tarif gibt es keinen QR-Code. Stimmt da etwas nicht?
Vermutlich nicht. Viele Anbieter richten das Profil direkt aus ihrer App ein oder liefern SM-DP+-Adresse und Aktivierungscode als Text. Beides ist normal und führt zur selben Einrichtung.
Darf ich meinen eSIM-QR-Code weitergeben?
Nein. Er lässt sich einmal einlösen, und wer ihn zuerst einrichtet, bekommt den Tarif. Poste ihn nie in einem Forum und schick das Bild an niemanden außer den offiziellen Support des Anbieters.

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