Was Ist die EID, und Wo Steht sie auf Deinem Handy?

· · 4 Min. Lesezeit

Nahaufnahme eines iPhone-Bildschirms, auf dem das graue Zahnrad-Symbol der Einstellungen-App zu sehen ist.
Viermal tippen, und die EID steht auf dem Bildschirm. Nach genau dieser Nummer fragt ein Anbieter, wenn vorher nichts geholfen hat.

Die EID ist die Seriennummer des eSIM-Chips, der bei der Fertigung fest in dein Handy gelötet wurde: in der GSMA-Spezifikation SGP.22 heißt sie eUICC-Identifier. Gemeint ist damit das Bauteil selbst, dauerhaft und unveränderlich, egal wie viele Profile du darauf installierst und wieder löschst.

Nützlich wird die Nummer für die meisten auf einem Umweg: Wo eine EID steht, nimmt das Handy auch eine eSIM. Eindeutiger lässt sich die Frage nach der Eignung nicht klären, und du brauchst dafür etwa zehn Sekunden.

Wo die Nummer steht

Der Wählcode ist auf jedem Gerät derselbe, ganz gleich von welchem Hersteller. Genau deshalb geht er schneller als jede Suche durchs Menü:

Findet sich keine, fehlt die eSIM-Hardware, und daran lässt sich nichts mehr ändern. Der Chip ist ein Bauteil: Weder ein Update noch eine Einstellung bringt einen hervor, der im Werk nicht verbaut wurde.

Womit die EID gern verwechselt wird

Drei Kennnummern geraten ständig durcheinander, obwohl jede von ihnen eine andere Frage beantwortet:

  • Die EID benennt den eSIM-Chip. Eine pro Handy, und sie bleibt.
  • Die IMEI benennt das Gerät. Ebenfalls eine pro Handy, ebenfalls dauerhaft, und genau die Nummer, die dein Netzbetreiber hören will, wenn du den SIM-Lock entfernen lässt.
  • Die ICCID benennt ein einzelnes Profil oder eine SIM. Mit jedem Tarif, den du neu einrichtest, kommt eine neue dazu.

Fragt ein Anbieter nach deiner EID, will er wissen, für welchen Chip er das Profil ausstellen soll. Fragt er nach der IMEI, geht es um das Gerät selbst, meistens um den SIM-Lock.

Tarife, die den Vergleich lohnen

Aktuelle Preise der Anbieter, die wir beobachten. Bezahlte Platzierungen. Wir nennen sie so, weil sie es sind.

Wann die Frage nach der EID berechtigt ist

Zwei Gründe sind sauber: Der Anbieter bereitet ein Profil vor, das an genau deinen Chip gebunden ist, oder er stellt eines neu aus, weil die erste Einrichtung schiefgegangen ist. Apple rät von der anderen Seite zum Gleichen und empfiehlt, IMEI oder EID bereitzulegen, bevor du dich wegen einer eSIM, die sich nicht einrichten lässt, an deinen Netzbetreiber wendest. Manche Anbieter fragen schon beim Kauf danach, die meisten brauchen die Nummer nie.

Was die Nummer belegt, und was nicht

Belegt ist damit die Hardware, mehr nicht. Ob ein bestimmter Tarif am Ende auch läuft, steht auf einem anderen Blatt, denn die EID verrät nichts darüber, ob dein Handy einen SIM-Lock hat. Und der ist der häufigste Grund dafür, dass ein Profil auf tauglicher Hardware zwar installiert, sich danach aber in kein Netz einbucht.

Es sind also zwei Prüfungen, und die EID ist nur die erste davon. Zuerst die Hardware, danach der SIM-Lock.

Und wenn dein Handy eine hat?

Dann lässt sich jeder Reisetarif dieser Seite darauf einrichten. Richte ihn vor dem Abflug ein, und vergleiche danach nach Preis pro GB für dein Reiseziel.

Häufige Fragen

Wo finde ich meine EID?
Wähle *#06#, dann steht sie neben der IMEI. Auf dem iPhone findest du sie außerdem unter Einstellungen, Allgemein, Info; auf Android in den Angaben zum Gerät, beim SIM-Status.
Worin unterscheiden sich EID und IMEI?
Die EID benennt den eSIM-Chip, die IMEI das Gerät. Beide bleiben, solange das Handy lebt. Dein Netzbetreiber will die IMEI, um den SIM-Lock zu lösen, ein Anbieter die EID, um ein Profil vorzubereiten.
Kann ich meine EID gefahrlos weitergeben?
Ja, an einen Anbieter, der danach fragt. Die Nummer benennt Hardware, keine Berechtigung, und niemand kann damit einen Tarif einrichten oder wegnehmen. Hüte stattdessen den Aktivierungscode.
Mein Handy hat keine EID. Geht eine eSIM trotzdem?
Nein. Der Chip ist Hardware und lässt sich nicht per Software nachrüsten. Es bleiben ein gemieteter Hotspot oder eine lokale physische SIM-Karte.

Fehlt nur noch der Tarif?

Nach Reiseziel vergleichen

Weiterlesen

Ratgeber, die dort ansetzen, wo dieser aufhört.