Was Kostet eine SIM-Karte?
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Die Karte selbst kostet so gut wie nichts. Netzbetreiber legen sie einem Tarif bei, verlangen für Ersatz einen symbolischen Betrag und haben lieber eine ihrer Karten in deinem Handy als keine. Nennt dir jemand für eine SIM allein einen nennenswerten Preis, dann ist das der Preis des Tarifs, der mitverkauft wird.
Die brauchbare Frage lautet deshalb nicht, was eine SIM kostet, sondern was es kostet, im Ausland eine funktionierende Datenverbindung zu haben. Dafür gibt es drei Wege, und preislich trennt sie ungefähr der Faktor zehn.
Drei Wege, im Ausland online zu gehen
Hier stehen Spannen statt Preise, denn Tarife unterscheiden sich von Markt zu Markt und ändern sich laufend. Die Reihenfolge dagegen bleibt stabil:
- Roaming über deinen Heimatanbieter, abgerechnet als Tagespass oder pro Megabyte. Am einfachsten, ohne jede Einrichtung, und pro Gigabyte durchweg am teuersten.
- Eine lokale Prepaid-SIM, gekauft nach der Ankunft. Pro Gigabyte meist am günstigsten, dafür zahlst du mit Wartezeit, in vielen Ländern mit einem Ausweis und mit deiner eigenen Rufnummer, solange die Karte in der Schublade steckt.
- Eine Reise-eSIM, gekauft vor dem Abflug. Nah an den lokalen Preisen, ohne Warteschlange, und deine eigene Rufnummer bleibt nebenher erreichbar, weil ein aktuelles iPhone zwei Leitungen gleichzeitig führt, wie aktuelle Android-Handys auch.
Entscheidend ist der Abstand zwischen dem ersten Weg und den beiden anderen. Er beträgt regelmäßig das Fünffache oder mehr, und genau deshalb lohnen sich vor einer Reise zwei Minuten für diese Frage.
Wann die lokale Karte wirklich vorn liegt
Das kommt oft genug vor, und etwas anderes zu behaupten wäre unehrlich:
- Lange Aufenthalte. Über mehrere Wochen sind lokale Prepaid-Preise kaum zu unterbieten, und eine Rufnummer vor Ort willst du dann vielleicht ohnehin.
- Märkte mit auffällig billigem Datenvolumen im Inland, wo eine lokale Karte alles andere unterbietet.
- Ein Handy, das keine eSIM aufnehmen kann: ohne EID kein Profil. Dann bleibt nur die lokale Karte oder ein gemieteter Hotspot.

Tarife, die den Vergleich lohnen
Aktuelle Preise der Anbieter, die wir beobachten. Bezahlte Platzierungen. Wir nennen sie so, weil sie es sind.
Was neben dem Preisschild noch dazukommt
An einer lokalen Karte hängt echter Aufwand, und es lohnt sich, die eigene Zeit ehrlich einzupreisen:
- Die Registrierung. In vielen Ländern brauchst du einen Ausweis, um eine Prepaid-SIM zu aktivieren, und aus dem Kauf werden eine Warteschlange und etwas Papierkram.
- Deine eigene Rufnummer schweigt, solange die lokale Karte in der Schublade steckt, es sei denn, dein Handy führt zwei Leitungen.
- Restguthaben, das du praktisch nie wiedersiehst.
- Zeit direkt nach der Ankunft, also genau dann, wenn du am wenigsten davon übrig hast.
Wofür dein Heimatanbieter wirklich abrechnet
Roaming ist nicht nach Kosten bepreist. Dein Heimatanbieter kauft beim lokalen Netzbetreiber zu Großhandelspreisen ein und legt den Endkundenpreis selbst fest. Deshalb ist dieselbe Reise im einen Vertrag inklusive und im anderen teuer. Die britische Regierung schreibt die Folge unmissverständlich hin: Seit dem EU-Austritt ist zuschlagsfreies Roaming in Europa nicht mehr garantiert, und die gesetzliche Obergrenze von 45 £ für Daten im Ausland ist damit weggefallen. Viele Netzbetreiber haben dieses Limit freiwillig behalten, sicher ist es aber nicht mehr. Genau deshalb lohnt es sich, zu prüfen, welchen Schutz du schon hast, ein Kostenlimit eingeschlossen, bevor du überhaupt etwas kaufst.
Manche Reisenden sind abgesichert, ohne es zu wissen. Eine in der EU ausgegebene Leitung nimmt innerhalb der EU ihr heimisches Datenvolumen mit und braucht gar nichts dazuzukaufen. Die Regel gilt inzwischen auch für Island, Liechtenstein, Norwegen, Moldau und die Ukraine, für die Schweiz und das Vereinigte Königreich weiterhin nicht.
So rechnest du die Angebote vergleichbar
Teile durch die Gigabyte. Ein Tagespass wirkt klein und ein Tarif mit 10 GB wirkt groß, bis du für die tatsächliche Dauer deiner Reise ausrechnest, was beide pro GB kosten. Genau diese Zahl ist es, nach der wir sortieren. Tarife nach Reiseziel, und die Regeln der Rangfolge im Detail.
Häufige Fragen
- Was kostet eine SIM-Karte?
- Die Karte selbst ist meist kostenlos oder kostet einen symbolischen Betrag. Jeder nennenswerte Preis gilt dem Tarif, der daran hängt, nicht dem Stück Plastik.
- Ist eine lokale SIM-Karte günstiger als eine Reise-eSIM?
- Oft ein wenig, vor allem bei langen Aufenthalten. Dafür zahlst du mit Wartezeit, in vielen Ländern mit einer Registrierung per Ausweis und mit deiner eigenen Rufnummer, solange die Karte in der Schublade steckt.
- Soll ich die SIM-Karte am Flughafen kaufen?
- Selten eine gute Idee. Die Stände dort kalkulieren mit Menschen ohne Alternative, und derselbe Netzbetreiber verkauft im Laden in der Stadt oder im Supermarkt meist günstiger.
- Warum ist Roaming so viel teurer als ein lokaler Tarif?
- Weil nicht die Kosten den Preis bestimmen, sondern dein Heimatanbieter. Er kauft beim lokalen Netzbetreiber zu Großhandelspreisen ein und setzt den Endkundenpreis selbst fest.






